Kalk und Leitungen
Perlator verkalkt: wenn der Wasserstrahl schwach wird
Der Strahl aus dem Küchenhahn spritzt zur Seite, plötzlich fließt nur noch ein Rinnsal, oder das Wasser rauscht unregelmäßig. Häufig sitzt die Ursache im kleinen Sieb an der Armaturenspitze, dem Perlator. Das Teil lässt sich meist ohne Spezialwerkzeug prüfen und reinigen. Bleibt der Strahl danach schwach, steckt mehr dahinter.

Was ein Perlator macht
Vorn im Auslauf des Wasserhahns sitzt der Perlator, der in der Fachsprache auch Strahlregler heißt. Ein feines Sieb mischt dem Wasser Luft bei und bündelt den Strahl zu einem weichen, spritzarmen Strom. Außerdem hält er kleine Partikel zurück, die sonst in die Armatur oder das Spülbecken gelangen würden.
Weil Wasser dort in dünnen Schichten austritt und antrocknet, setzt sich an dieser Stelle zuerst Kalk ab. Auch winzige Rost- oder Sandkörner bleiben im Sieb hängen. Die Löcher verengen sich, der Strahl wird ungleichmäßig oder versiegt fast, obwohl die Leitung selbst intakt ist.
Bei härterem Wasser lagert sich Kalk rascher im Sieb ab, so wie es sich bei hartem Wasser an Armaturen und Geräten allgemein zeigt.
Anzeichen für einen verstopften Strahlregler
Typisch ist ein Strahl, der seitlich wegspritzt oder in mehrere dünne Fäden zerfällt.
Auch ein zischendes oder pfeifendes Geräusch beim Öffnen deutet auf ein verengtes Sieb. Meist betrifft das Problem nur eine einzelne Armatur und nicht das ganze Haus.
Der Gegencheck ist einfach: Läuft Wasser an anderen Hähnen normal, liegt das Problem am Auslauf. Haben alle Zapfstellen weniger Druck, liegt die Ursache woanders, zum Beispiel im Leitungsnetz oder am Druckminderer, und es handelt sich um schwachen Druck im ganzen Haushalt.
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Perlator sicher selbst reinigen
- Drehen Sie den Hahn zu und legen Sie ein Tuch ins Becken, damit nichts im Abfluss verschwindet. Schrauben Sie den Strahlregler von Hand gegen den Uhrzeigersinn ab. Sitzt er fest, hilft ein Tuch um das Teil, damit die Oberfläche nicht verkratzt. Werkzeug nur mit Gefühl verwenden.
- Zerlegen Sie das Teil vorsichtig in Sieb und Gehäuse und merken Sie sich die Reihenfolge, am besten per Foto. Kalk lässt sich mit einer weichen Zahnbürste und Wasser lösen. Spülen Sie alle Teile gründlich, setzen Sie sie in derselben Reihenfolge zusammen und schrauben Sie den Regler mit der Hand wieder an.
- Aggressive Chemikalien meiden Sie besser, weil sie Dichtungen und Oberfläche angreifen können.
- Bleibt das Sieb beschädigt oder verstopft, besorgen Sie Ersatz im Fachhandel. Die Gewindegröße steht oft auf dem Teil oder in der Bedienungsanleitung der Armatur.
Wenn die Reinigung nicht hilft
Bleibt der Strahl nach der Reinigung schwach, kann Kalk in der Armatur selbst sitzen, etwa in der Kartusche oder im Ventil. Auch ein schwergängiger Griff oder ein tropfender Auslauf deuten darauf hin. Dann sollte ein Fachbetrieb die Armatur öffnen und prüfen. Das kommt bei einer undichten Armatur vor und gehört dann in Fachhände.
Prüfen Sie außerdem das Eckventil unter dem Becken. Ein halb geschlossenes oder verkalktes Ventil drosselt den Zufluss und verursacht ähnliche Beschwerden. Probleme macht oft ein Eckventil, das undicht oder schwergängig ist. Gehen Sie sanft vor, damit nichts bricht.
Bei Mischbatterien mit Thermostat oder bei Durchlauferhitzern in der Küche sollten Sie nur den Strahlregler selbst anfassen. Alle Teile dahinter, vor allem solche mit elektrischem Anschluss, sind nichts für Laien. Vermerken Sie, was Sie beobachtet haben, und geben Sie es an die Fachkraft weiter.
Das Sieb länger frei halten
Eine kurze Kontrolle alle paar Monate genügt, damit Kalk keine dicke Kruste bildet. Wer in einem Haushalt mit hartem Wasser lebt, sollte den Abstand eher kürzer wählen. Ein sauberer Perlator hält die Armatur länger funktionstüchtig.
Trocknen Sie die Armaturenspitze gelegentlich ab, besonders in Bad und Küche. Wo kein Wasser stehen bleibt, setzt sich kaum Kalk ab. Ein weiches Tuch schont dabei die Oberfläche, und Sie sehen gleich, ob sich Ränder bilden, die auf ein Problem hindeuten.
Nach Arbeiten an der Wasserleitung oder einem Rohrbruch lösen sich oft Partikel und gelangen ins Sieb. Kontrollieren Sie dann die Strahlregler aller Zapfstellen und reinigen Sie sie. So verhindern Sie, dass Schmutz im Gerät oder in der Armatur hängen bleibt.
Handgriffe am Strahlregler
- Schwacher oder streuender Strahl an einem Hahn deutet auf den Perlator.
- Strahlregler von Hand abschrauben, Tuch ins Becken legen.
- Sieb mit weicher Bürste und Wasser säubern, Reihenfolge fotografieren.
- Keine aggressiven Mittel verwenden, Ersatzteil bei Bedarf kaufen.
- Bleibt der Strahl schwach, Armatur und Eckventil prüfen lassen.
Fragen zum zugesetzten Sieb am Hahn
Wie oft sollte ein Perlator gereinigt werden?
Eine Sichtprüfung alle paar Monate genügt in den meisten Haushalten. Bei hartem Wasser empfiehlt sich ein kürzerer Abstand. Sobald der Strahl streut, geräuschvoll wird oder dünner fließt, ist eine Reinigung fällig. So bleiben Armatur und Sieb länger in gutem Zustand.
Kann ich den Perlator einfach weglassen?
Das ist nicht ratsam. Ohne Strahlregler spritzt das Wasser stärker, Partikel gelangen ungefiltert ins Becken, und der Wasserverbrauch schwankt. Ist das Teil defekt, tauschen Sie es gegen einen neuen Strahlregler mit dem Gewinde Ihrer Armatur aus. Das alte Teil nehmen Sie zum Vergleich mit in den Fachhandel.
Was tun, wenn sich der Strahlregler nicht lösen lässt?
Wenden Sie keine Gewalt an, denn Gewinde und Auslauf können beschädigt werden. Ein Tuch um das Teil erhöht den Halt. Sitzt er trotzdem fest, lassen Sie die Armatur von einer Fachkraft öffnen. Das schützt vor Kratzern und Folgeschäden an der Armatur.
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