Kalk und Leitungen
Druckminderer und Filter am Hausanschluss
Im Hausanschlussraum sitzt in vielen Häusern eine kleine Armaturengruppe: Absperrventil, Filter und Druckminderer. Sie schützt Leitungen und Geräte vor Schmutz und zu hohem Druck. Fällt sie aus, merkt man es an Geräuschen, schwachem oder zu starkem Druck. Sehen und fotografieren dürfen Sie alles, verstellen nichts.

Was die Hauswasserstation umfasst
Als Hauswasserstation bezeichnet man die Armaturen, die das Wasser vom Netz ins Haus leiten. Dazu gehören der Wasserzähler, Absperrventile davor und dahinter, ein Rückflussverhinderer, ein Filter und meist ein Druckminderer. Sie sitzt häufig im Keller oder im Hausanschlussraum, bei kleineren Häusern manchmal auch in einem Schacht oder einer Nische in der Außenwand. Je nach Baujahr des Gebäudes sind die Bauteile unterschiedlich ausgeführt, und nicht jede Station besitzt alle genannten Teile.
Das Hauptabsperrventil sitzt an der Station, und wer den Hauptwasserhahn finden und zudrehen kann, ist im Ernstfall im Vorteil. Dieses Wissen hilft im Notfall, weil Sie das Wasser so absperren, bevor ein Leck größere Schäden anrichtet.
Anzeichen für einen Defekt
Ein defekter Druckminderer zeigt sich auf zwei Wegen. Entweder ist der Druck im Haus dauerhaft zu niedrig, weil das Gerät zu stark drosselt, oder zu hoch, was sich an Pfeifen, Schlagen und tropfenden Armaturen bemerkbar macht. Die Anzeige am Manometer verrät den Zustand, sofern ein solches vorhanden ist.
Ein zugesetzter Filter führt zu nachlassendem Durchfluss an allen Zapfstellen. Manchmal sammelt sich im Filterglas sichtbar dunkler Schmutz. Bei zu niedrigem Wasserdruck im ganzen Haus kommen neben dem Filter auch Ventile und verengte Leitungen in Frage.
Feuchte Stellen, Tropfen am Gehäuse oder ein ständig nachlaufender Wasserzähler gehören ebenfalls zu den Warnzeichen. Dreht sich der Zähler bei geschlossenen Hähnen, fließt irgendwo Wasser ab, und die Leitung sollte geprüft werden.
Fleck an der Decke? Lieber gleich klären.01579 2842370
Was Sie ansehen und notieren können
Werfen Sie ab und zu einen Blick in den Hausanschlussraum, am besten bei gutem Licht und mit Abstand zu elektrischen Geräten. Ist alles trocken, ohne Tropfspuren und Rostfahnen? Sitzt am Filter ein Glas, ist es klar oder stark verschmutzt? Gibt es ein Manometer, merken Sie sich den üblichen Wert, damit Abweichungen später auffallen.
Fotografieren Sie die Station samt Typenschildern, Ventilen und Anzeigen. Die Aufnahmen erleichtern die Einordnung, und Sie können später Veränderungen vergleichen. Notieren Sie außerdem, wann Geräusche in den Leitungen auftreten oder wann der Druck sinkt.
Verändern Sie nichts an Einstellschrauben, Federn oder Anschlüssen. Der Einstelldruck eines Druckminderers ist auf die Anlage abgestimmt, und falsche Werte belasten Armaturen, Geräte und Rohre. Auch das Wechseln von Filtereinsätzen gehört zur Wartung durch Fachleute.
Wartung gehört in Fachhand
- Filter und Druckminderer sind Verschleißteile und müssen regelmäßig geprüft werden.
- In Mietshäusern wird die Wartung meist über die Hausverwaltung organisiert. Im Eigenheim gilt: Planen Sie die Wartung ein, bevor Schäden auftreten, und sprechen Sie dazu einen Fachbetrieb an.
- Ein Rückspülfilter kann sich selbst reinigen, indem er Schmutz in den Abfluss spült.
- Das funktioniert nur, wenn er richtig eingestellt und angeschlossen ist. Fehler führen dazu, dass Schmutz in die Hausleitung gelangt oder Wasser dauerhaft in den Kanal läuft.
- Arbeiten an der Hauswasserstation sind Arbeiten an der Trinkwasserinstallation. Geprüft werden Druck, Dichtigkeit und Zustand der Teile, defekte Bauteile werden ersetzt. Tropft das Gehäuse oder tritt Wasser unkontrolliert aus, handelt es sich um einen Rohrbruch.
Zusammenhang mit Rohren und Geräten
Zu hoher Druck belastet alle Teile der Installation: Eckventile, Dichtungen, Schläuche von Wasch- und Spülmaschine und Sicherheitsventile. Wiederholt platzende Schläuche oder tropfende Armaturen können ein Hinweis sein. Dichtungen und Schläuche altern bei hohem Druck schneller.
In Altbauten mit alten Stahlleitungen verstärkt ein Druckminderer manchmal die Wirkung von Ablagerungen, weil weniger Wasser nachströmt. Dann reicht es nicht, nur die Station zu prüfen, sondern auch das Leitungsnetz. Welche Teile zuerst ersetzt werden sollten und welche vorerst bleiben können, ergibt sich aus der Prüfung. Fotos und Notizen aus Ihrer eigenen Beobachtung erleichtern diese Planung.
Vor längerer Abwesenheit kann es sinnvoll sein, die Station abzusperren, wie es beim Wasser abstellen vor dem Urlaub üblich ist. Beim Wiederöffnen gilt: langsam öffnen und auf Tropfstellen achten.
Was zur Station gehört
- Filter schützt vor Schmutz, Druckminderer vor zu hohem Netzdruck.
- Zu hoher oder zu niedriger Druck deutet auf Defekte hin.
- Station ansehen, fotografieren und Auffälligkeiten notieren.
- Einstellschrauben und Filtereinsätze nie selbst verändern.
- Wartung und Einstellung gehören zum Fachbetrieb.
Zweifel an Filter und Druckminderer
Muss jedes Haus einen Druckminderer haben?
Nicht jedes Haus braucht einen, es kommt auf den Netzdruck und die Installation an. Wo der Druck hoch ist, schützt ein Druckminderer Armaturen und Geräte vor Belastung. Ob er bei Ihnen sinnvoll ist, lässt sich nach einer Messung und einem Blick auf die Anlage klären.
Wie erkenne ich einen verschmutzten Filter?
Typisch ist ein nachlassender Durchfluss an allen Zapfstellen. Bei Filtern mit durchsichtigem Gehäuse sieht man dunklen Schmutz. Das Reinigen oder der Wechsel der Filterpatrone ist Sache der Fachleute, denn dabei wird die Trinkwasserleitung geöffnet. Beobachten und Fotografieren reicht für Sie aus.
Darf ich den Druck am Gerät selbst einstellen?
Das sollten Sie nicht tun. Der eingestellte Wert ist auf Rohre, Armaturen und Geräte im Haus abgestimmt. Wer ohne Messung dreht, riskiert Schäden an Dichtungen oder Schläuchen. Lassen Sie den Druck mit einem Manometer messen und von einer Fachkraft einstellen.
Ein Anruf, ein Klempnerbetrieb aus der Region.
Klempner-Notdienst anrufen01579 2842370